Internetmarketing hat seine ganz eigene Sprache, die man auch erst einmal lernen muss. Man kann sich natürlich mit Worten wie Linkbaiting oder Query deserves freshness bewaffnen, um bei Kunden irgendwie kompetent zu wirken, und dabei versuchen, Fragen nach dem Sinn dieser Worte auszuweichen, weil man ihn selbst gar nicht so richtig verstanden hat. Man kann seinen Kunden allerdings auch erklären, was Worte wie Linkbaiting und Query deserves
freshness wirklich bedeuten,welche Rolle sie etwa im Marketing des Kunden oder für den Kunden spielen könnten: auch, um die eigene Arbeit als Internet-Marketing-Spezialist transparenter zu machen. Wir ganz persönlich finden Letzteres besser! Also schauen wir doch einfach einmal, was mit diesen beiden Begriffen gemeint ist und beginnen mit dem Linkbaiting.

Ein paar Takte zum Linkbaiting

Linkbaiting klingt irgendwie Englisch: Link ist ja mittlerweile bekannt als Verbindung von zwei Bereichen innerhalb einer Webpräsenz oder von Webseite zu Webseite; „to bait“ heißt auf Deutsch „ködern“. Also bedeutet „Linkbaiting“ vom Wortsinn her erst einmal „Link ködern“.

So ganz weiter hilft das aber noch nicht. Also, grundsätzlich gilt: Jeder Link, der von einer anderen Website auf Ihre gesetzt wird, ist Gold wert. Warum? Weil Googles Suchrobots eine Webseite unter Anderem dann als wichtig einstufen und weit oben auf der Ergebnisliste
passender Suchanfragen auflisten, wenn die Seite von vielen anderen Seiten aus verlinkt und von dort aus erreichbar wird. Die Logik, die dahinter steht, ist einfach: Seiteninhalte, auf die oft verlinkt wird, müssen eigentlich ganz schön bedeutend sein.

Die Kunst sanfter Beeinflussung
Nun kann man als Webmaster oder Marketingexperte eines Webmasters solche Verlinkungen natürlich bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, indem man Inhalte erzeugt, die eine Verlinkung geradezu herausfordern. Schaffen Sie für Internetnutzer einen deutlichen Mehrwert und die Chance, dass auf Ihre Inhalte verlinkt wird, steigt kräftig: Ein einzelner sehr guter Artikel reicht dazu meist nicht aus, es sei denn, Sie haben exklusiv Sensationen zu verkünden, waren etwa bei der ersten Geburt eines dreiköpfigen Schweinehundes dabei. DAS passiert aber eher selten! ;-)

Werden Sie zum Sammler
Sie können durchaus auf Content aus Trendthemen setzen; dann sollten sie jedoch Themen-Sammlungen integrieren, die zu Ihrer Seite passen: vielleicht Kochrezepte aus dem hohen Norden, alle Fußballergebnisse aus internationalen Turnieren des 1. FC Köln [das macht für die letzten Jahre sehr wenig Arbeit ;-)]. Vielleicht bieten Sie auch kostenlose Fotos, Sounds, kleine Programme, eBooks, Bildschirmschoner an; auch hier spielt Masse fürs Linkbaiting eine ebenso große Rolle wie Klasse. Wenn Sie zwei, drei kostenlose Bildschirmschoner anbieten, werden Sie nur wenige animieren, auf Ihre Seite zu verlinken, sind es dreißig oder vierzig oder gar mehr, kann das Ganze sehr erfolgreich werden. Achten Sie allerdings darauf, nicht Dinge anzubieten, die bereits von Dutzenden anderer Webmaster in fast gleicher Machart ebenfalls angeboten werden. Ihre ganze Energie würde verpuffen. Ideen sind gefragt, Ideen und Fantasie.

Ratings und Listen sind klasse
Leute lieben Ratings, Charts, die sich mit dem Besten, dem Schönsten, Höchsten und anderen Rekorden beschäftigen oder aber mitunter einfach auch mit persönlichen Vorlieben. Listen und Ratings sind relativ schnell konsumierbar und ein Magnet, wenn das Thema selbst interessant ist; genau deshalb sind Listen und Ratings auch fürs Linkbaiting perfekt. Bleibt die Frage: Was könnte die Leute interessieren? Die reichsten Deutschen vielleicht, die Städte Deutschlands mit den höchsten Verbrechensraten oder — falls Sie eine Fotoseite besitzen — die teuersten Pressefotos, die jemals verkauft wurden? Auch hier gilt natürlich: Ihre Ratings und Listen sollten zum Inhalt Ihrer Seite passen.

Erzählen Sie davon, was Sie tun!
Sollten Sie sich beispielsweise für die Liste der reichsten Deutschen als Zusatzcontent Ihrer Webseite entschieden haben, für die FC-Köln – Ergebnisse oder spannende Fotos, Programme, eBooks, dann erzählen Sie Bloggern von Ihrem fabelhaften Content oder schreiben Sie eine kleine Pressemitteilung. Wenn Ihnen da wirklich etwas Gutes eingefallen ist, könnte sich durchaus auch die Presse dafür interessieren; dann wiederum bekommen noch mehr Menschen mit, dass Ihre inhaltlichen Angebote existieren und noch mehr Menschen kommen auf die Idee, auf Ihre Seite zu verlinken. Schieben Sie das Linkbaiting etwas an, dann kommt es schneller in Fahrt.

Query deserves freshness

Kommen wir zum zweiten Begriff, den wir hier erklären möchten, der Query deserves freshness. Wir haben Ihnen bisher erzählt, dass eine gute Verlinkung einer Webseite mit anderen Webseiten sehr wichtig ist, weshalb Linkbaiting als sinnvolles Instrument für Internetmarketing dient. Aber es gibt da noch einen anderen Weg, seine Seite bei passenden Suchanfragen unter Googles Top10 zu bringen. Google hat sich da nämlich etwas überlegt; mitunter rücken aktuelle Ereignisse Suchbegriffe
in Suchmaschinen in den Vordergrund, die zuvor nicht im Vordergrund standen. Nehmen wir einmal an, Bill Gates würde morgen einen kleinen Fußballclub in den USA kaufen, um mit ihm irgendwann ganz groß in den weltweiten Sport einzusteigen. Nennen wir diesen fiktiven Club einmal „Dallas Soccer“. Dann sind natürlich ganz plötzlich Seiten mit aktuellen Inhalten über diesen Club und Bill Gates sehr interessant.

Auch schlecht verlinkte Seiten sind mitunter für Google ein Hit

Möglicherweise existiert eine relativ gut verlinkte Seite über den Club im Netz, die allerdings keine aktuellen News mehr bringt. Die wäre dann für all diejenigen nutzlos, die sich erst für den Club interessieren, seit Bill Gates ihn übernommen hat; wer vor zwei Jahren Trainer des Teams gewesen ist, ist für solche Leute dann nur am Rande bedeutend.

Google hat für solche Fälle, in denen aktuelle Geschehnisse für ein plötzliches Interesse an einem Thema sorgen, eine  formelhafte Handlungsanweisung für die Suchrobots entwickelt, die Webseiten-Inhalte aufspüren und bewerten. Webseiten mit aktuellen Inhalten zu gerade heiß diskutierten Themen landen durch sie weit oben in der Ergebnisliste bei relevanten Suchanfragen.
Wer — um zum fiktiven Beispiel zurückzukehren — nun etwa Aktuelles zu „Dallas Soccer“ auf seiner Webseite schreibt, kann auch mit einer schlecht verlinkten Seite ganz oben in der Ergebnisliste landen. Nochmals, um Missverständnissen vorzubeugen: Das mit Bill Gates und „Dallas Soccer“, das WAR EIN FIKTIVES BEISPIEL.

Digg und Yigg

Was klingt, wie zwei Freunde aus einer US-amerikanischen Soap-Opera, das sind in Wahrheit bekannte Social-Bookmarking-Dienste; das bedeutet: Sie und alle anderen, die mit ihren Webseiten im Netz der Netze etwas zu bieten haben, können hier Nachrichten schreiben, veröffentlichen, von den Digg- und Yigg-Nutzern bewerten lassen (und von deren existieren eine ganze Menge) und natürlich auf die eigene Webseite verlinken.

Sollten Sie also [wir kommen wieder zu Bill ;-)] nach Bill Gates spektakulärem (und immer noch fiktivem) Engagement im US-amerikanischen Fußball einen kleinen Artikel zum Thema bei Digg oder Yigg veröffentlichen, machen Sie damit nicht allein Internetnutzer auf Ihren Inhalt aufmerksam. Auch die Google-Suchrobots registrieren Sie dort und sorgen wiederum dafür, dass Sie bei Google weiter nach Vorne kommen, was Ihrer Webseite wiederum neue Besucher bringt, was wiederum den Erfolg Ihres Webprojekts steigert.
Denken Sie immer daran: Je mehr Besucher Ihre Seite bekommt, desto eher profitieren Sie, wenn Sie beispielsweise nach Werbekunden oder Partnern aus Partnerprogrammen schielen, also nach Menschen, die Ihnen Geld zahlen, falls potenzielle Kunden auf Ihrer Seite sich beispielsweise dazu hinreißen lassen, durch Klicken auf die Werbung die Seite des Anbieters anzusteuern. Und Sie profitieren durch hohe Besucherzahlen natürlich auch, wenn Sie selbst etwas verkaufen möchten.

Auf der Suche nach neuen Suchtrends

Internet Marketing Experten können so etwas wie Query deserves freshness für ihre Kunden nutzen. Sie spüren aktuelle Suchtrends auf und kreieren ihren Kunden dazu passende Inhalte, die die Suchtrends bedienen und dabei weit vorne bei Google auftauchen. So können auch Seiten, deren Verlinkung noch eher schwach ist, ganz schell und kurzfristig sehr viel Besuch aus dem Netz bekommen. Um noch ein konkretes Beispiel zu bringen, bei welchem Thema man den neuen Bewertungsmechanismus von Google nutzen könnte: Sie kennen DSDS? Deutschland sucht den Superstar? Hier werden immer wieder Helden gekürt, die plötzlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wer nach dem Finale Inhalte über Thomas Godoj auf seiner Webseite hatte, dem schenkte Google eine Weile lang ganz besonders liebevolle Aufmerksamkeit ;-).

Gern gesehene, weiterführende Quellen: